Was tun bei einem Insektenstich?

Gerade in der Sommerzeit ist die Gefahr hoch, dass Kinder von Insekten gestochen werden.

Viele von Euch haben besonders große Sorge vor Bienen und Wespen Stiche. Kann ich nur zu gut verstehen, bin ich selber Allergisch und möchte nicht wissen ob Nils und Laura es auch sind.

Eigentlich sind Bienen und Wespen friedlich und stechen nur zu wenn sie sich bedroht fühlen.
Wir versuchen immer sehr ruhig zu bleiben. Nicht pusten und nicht hauen.

Mein Geheimtipp hier :)
Habt eine kleine Sprühflasche mit Wasser dabei. Wenn ihr vorsichtig über die Biene/Wespe sprüht und der Sprühnebel auf sie herab fällt, wird sie augenblicklich in ihr Nest flüchten. Die Biene oder Wespe denkt, es regnet :)

 

Sollte es doch zu einem Stich kommen ist dies sehr schmerzhaft und meistens aber harmlos außer das Kind reagiert allergisch oder wird in den Mund-Rachen-Raum gestochen wurde.
Bei einem Spielfreund haben wir es diesen Sommer erlebt. Er wurde in die Hand gestochen. Sofort fing er an zu schreien und weinen. Zum Glück war er aber nicht allergisch. Nach einer kurzen Zeit, einigen Kühlis und zauber Naschis ;) wurde weiter gespielt. Eine leichte Rötung und Erhebung war an der Hand zu sehen.

Wenn sich Kinder im Freien an ein paar Regeln halten, lässt sich das Risiko, gestochen zu werden, minimieren.
Lebensmittel sollten immer abgedeckt, und Getränke nur mit Strohhalm getrunken werden. Wir beobachten die Kinder immer genau beim draußen essen. Nicht das sich doch jemand in der Nähe des Mundes aufhält. In der Hochsaison versuchen einfach drinnen zu essen.

Beim Picknick meidet ihr in der Hochsaison besser die Nähe von Abfallkörben oder reifem Obst, denn dort tummeln sich die Tiere gerne. Kinder sollten nicht aus dunklen Flaschen oder Tetra-Paks trinken, denn es kann unbemerkt eine Biene oder Wespe in die Verpackung gekrabbelt sein.

Was tun, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen nichts genützt haben und ein Insekt zugestochen hat?

Die Symptome
Das Kind hat Schmerzen an der Einstichstelle. Die Haut rötet sich, juckt und kann leicht anschwellen. Bei einem Bienenstich steckt der Stachel oft noch in der Haut. Bei einer allergischen Reaktion schwillt die Einstichstelle übermäßig an: Es bilden sich große, juckende Quaddeln. Im schlimmsten Fall kann das Kind kaum atmen, muss erbrechen oder hat Kreislaufprobleme (kalter Schweiß, beschleunigter Herzschlag, Bewusstlosigkeit).

Die Maßnahmen
Bewahrt Ruhe und tröstet euer Kind. Falls es Zeichen einer allergischen Reaktion zeigt, solltet ihr unverzüglich den Rettungsdienst unter 112 alarmieren. Das gilt auch, wenn das Insekt in Mund oder Hals gestochen hat. Es droht Erstickungsgefahr! In allen anderen Fällen könnt ihr in Eigenregie helfen. Wenn ihr euch unsicher seit, fahrt zu eurem Kinderarzt oder ruft dort an.

Falls der Bienen-Stachel noch steckt, solltet ihr versuchen diesen mit einer Pinzette zu entfernen. Achtet darauf, die Giftblase am hinteren Ende nicht zu zerdrücken.

Kühlt die Einstichstelle mit einem Waschlappen oder Kühl-Pack. Legt die kalten Kompresse nicht direkt auf die Haut, sondern umwickelt sie vorher mit einem Tuch. Der ideale Aufbewahrungsort für Kühl-Packs ist der Kühlschrank. So bleiben sie elastisch.

Einen Stich in den Hals könnt ihr mit einer Kompresse von außen kühlen, bis der Arzt eintrifft. Er hat die notwendigen Medikamente dabei. Merke bei einem Stich im Mund-Rachen-Raum sofort einen Notarzt rufen!!!

Bei Stichen auf Hand, Arm, Bein oder Fuß könnt ihr auch eine Zwiebel aufschneiden und mit der Schnittfläche auf die Stichstelle legen. Das lindert die Entzündung.

Achtet auch darauf, dass eure Kinder die Haut nicht aufkratzen. In der Apotheke gibt es Salben, die den Juckreiz abschwächen. Sie helfen auch bei Mückenstichen.

Zecken: Gefahr im Grünen

In bestimmten Regionen Deutschlands können Zecken die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) verbreiten. Sie kann zu einer Hirnhautentzündung führen. Treten acht bis zehn Tage nach dem Stich Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf, solltet ihr mit eurem Kind zum Arzt gehen. Gegen FSME kann man sich vorbeugend impfen lassen (ab dem zweiten Lebensjahr). Die Ständige Impfkommission empfiehlt dies allen, die in Risikogebieten wohnen oder dort Urlaub machen.

Zecken können auch Borreliose übertragen. Die Erreger befallen Nerven und Gelenke, die Kinder bekommen Fieber. Erstes Anzeichen ist oft ein rötlicher Ring um die Einstichstelle zwei bis drei Wochen nach dem Stich. Geht in diesem Fall mit eurem Kind zum Arzt. Es gibt keine Impfung, aber Antibiotika als Therapie.

Zecken krabbeln gern in Wiesen, Hecken und Wäldern. Nach einem Tag im Freien solltet Ihr eure Kinder genau absuchen, vor allem am Haaransatz, in Achselhöhlen und Leiste. Entfernen könnt ihr die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenkarte aus der Apotheke. Nicht quetschen! Anschließend die Wunde mit einem geeigneten Wunddesinfektionsmittel desinfizieren. Der Kinderarzt oder der Apotheker kann ein entsprechendes Mittel empfehlen. Beobachtet die Stelle einige Wochen.

Wenn ihr euch unsicher bei der Zecken entfernung fühlt, scheut euch nicht euren Kinderarzt anzurufen. Wir haben schon zwei mal beim Kinderarzt eine Zecke entfernen lassen.

Es gibt Insektenabwehrmittel, die auch Mückenstichen vorbeugen. Diese müsst ihr alle vier Stunden auftragen. Wichtig: Die meisten sind für Kinder unter zwei Jahren nicht geeignet.

Hier könnt ihr euch in einer Apotheke beraten lassen. Es gibt auch wirksame Mittel ohne Chemie! Ein abschwellendes Gel gegen Mückenstiche erhaltet ihr auch in der Apotheke.